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Was macht eigentlich ein Energieberater?

Schritt für Schritt zur Förderung: Experten sparen Geld bei Sanierungen

Eine energetische Sanierung steigert das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden
Eine energetische Sanierung steigert das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden
Foto: KfW-Bildarchiv / Thomas Klewar
Wenn die Heizungsanlage altersschwach wird, die Fassade bröckelt oder der Wohnkomfort spürbar sinkt, ist es Zeit für eine energetische Sanierung. Aber Achtung: Die Energieeinsparverordnung gibt vor, welchen Energiestandard das Haus danach erreichen muss – die gesetzlichen Dämmwerte bei Außenwänden, Fenstern und Türen müssen eingehalten werden. Damit die Sanierung richtig geplant und umgesetzt wird, sollten sich Hausbesitzer daher von einem Energieberater begleiten lassen. Dieser ist ohnehin Voraussetzung, wenn man für die notwendigen Maßnahmen Fördergelder beantragen möchte.

Man findet ihn ganz einfach über die Expertenliste für Förderprogramme des Bundes. „Telefonisch klären wir, ob es um eine Teilsanierung geht oder Interesse an einem Effizienzhaus besteht“, sagt Diplom-Ingenieurin Melanie Schlepütz, Energieberaterin für Wohn- und Nichtwohngebäude. Es folgt eine Besichtigung vor Ort, bei der die gesamte Gebäudehülle im Zusammenhang mit der Anlagentechnik geprüft wird. „Wir kontrollieren etwa, ob die alte Heizungsanlage in das neue System integriert werden kann oder ob sich erneuerbare Energien einspeisen lassen.“

Abschließend wird ein Energieberatungsbericht erstellt, der verschiedene Varianten der energetischen Sanierung bereit hält und einen Überblick darüber gibt, wie hoch die Kosten sowie Einsparungen nach der Sanierung sind. Zudem enthält er eine Beratung, welche Fördermittel beantragt werden können. Die KfW unterstützt zum Beispiel neben dem Neubau von Energieeffizienzhäusern auch die energetische Sanierung von Wohngebäuden, die vor 2002 gebaut wurden.

„Wenn der Bauherr sich für die vorgeschlagene Sanierung entscheidet, dann betreuen wir ihn auch während der Umsetzung. Wir kontrollieren beispielsweise die Rechnungen oder prüfen, ob ein hydraulischer Abgleich durchgeführt wurde“, sagt Melanie Schlepütz. Die energetische Fachplanung und Baubegleitung wird von der KfW mit 50 Prozent der Kosten oder maximal 4.000 Euro pro Vorhaben gefördert. Die Vor-Ort-Beratung wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst. „Hausbesitzer sollten die Scheu vor dem Sanieren unbedingt verlieren. Schließlich bekommt man viel Geld zurück“, rät die Energieberaterin.

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